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Dienstag, 25. August 2015

Nachrichten aus der Welt des Übersetzens



Nachrichten aus der Welt des Übersetzens:
Quelle: http://www.mz-web.de/


Übersetzer des Sachsenspiegels

Sizilianischer Professor besucht Reppichau
24.08.2015 19:01 Uhr

Silvia Wilfert und Ines Schmidt (r.) nehmen Prof. Emanuele Appari aus Italien gern in ihre Mitte, der selbst schon ein halber Reppichauer ist.

(BILD: HEIKO REBSCH)

VON UTE HARTLING-LIEBLANG

Ein Professor aus Sizilien hat den Dresdner Sachsenspiegel, das bedeutendste deutsche Rechtsbuch des Hochmittelalters, ins Italienische übersetzt. Auf den Spuren des ersten Übersetzers Eike von Repgow hat er nun auch Reppichau besucht.

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REPPICHAU.

Über einen Gast hat sich Reppichaus Ortsbürgermeister Erich Reichert beim Sachsenspiegeltag am Wochenende ganz besonders gefreut: Professor Emanuele Appari von der Universität Palermo. Der Wissenschaftler lehrt dort deutsche Sprache und Übersetzungen und ist mittlerweile im Eike-von-Repgow-Dorf fast wie zu Hause. Seit Prof. Appari und seine Frau Margerita Pedroli vor rund sechs Jahren das erste Mal ihren Fuß in das beschauliche Dorf mit der großen Geschichte setzten, lässt es sie nicht mehr los. „Meine Frau hat sich in Reppichau verliebt“, gesteht der Professor aus dem sonnigen Sizilien. So sehr, dass beide hier inzwischen sogar ein Haus gebaut haben.

92 Seiten in vier Jahren

Wie die MZ bereits berichtete, hat Prof. Appari den Dresdner Sachsenspiegel, das bedeutendste deutsche Rechtsbuch des Hochmittelalters, ins Italienische übersetzt. So wie Eike von Repgow es einst vom Lateinischen ins Deutsche übertrug. Moderne Sachsenspiegel-Übersetzungen liegen bereits in Englisch, Russisch, Ungarisch, Weißrussisch und in Japanisch vor.

Appari hat insgesamt vier Jahre an der Übersetzung der drei Bücher zum Landrecht und einem zum Lehnrecht gearbeitet, wie er in einem MZ-Gespräch berichtete.

Doch wie kam es dazu? In der deutschen Literatur sei er eines Tages auf den Sachsenspiegel mit seinen vier noch erhaltenen Bilderhandschriften gestoßen, erzählt er. Das habe ihn neugierig gemacht. „Er schien mir etwas Besonderes zu sein“.

Nachdem er mit Historikern darüber gesprochen hatte, wollte Appari nicht nur die Städte besuchen, die mit dem „Spegel der Sassen“ eng verbunden sind, nämlich Heidelberg, Oldenburg, Dresden und Wolfenbüttel, wo er Zugang zu den Archiven fand, sondern auch die Orte, an denen Eike von Repgow gelebt und gearbeitet hat. Seine Begeisterung sei immer größer geworden. Dass er sich letztlich für die Übersetzung des Dresdner Prachtkodex mit seinen 92 Seiten entschied, der um 1350 im Raum Meißen entstanden ist, hängt mit dem Zustand der Bilderhandschrift zusammen. Es sei das künstlerisch wertvollste noch erhaltene Exemplar, so Appari. Im Sommer 2009 verschlug es den Sizilianer, dessen Heimatort Terrasini ist, schließlich auch nach Reppichau. Was er hier vorfand, habe er nicht erwartet, lobt der Professor das einzigartige Freiluftmuseum mit seinem Kunstprojekt, in dem man auf Schritt und Tritt Bildern und Figuren aus dem Sachsenspiegel begegnet. „Meine Frau hat fotografiert und fotografiert“. Schließlich habe sie Durst bekommen und man sei in der „Morgengabe“ eingekehrt, mit Einheimischen ins Gespräch gekommen und schließlich mit dem Vorsitzendendes des Fördervereins Eike von Repgow, Erich Reichert, zusammengetroffen. Der natürlich sofort hellhörig wurde, als er vom Anliegen des Wissenschaftlers erfuhr. Reichert war begeistert von dem Übersetzungs-Projekt, das 2013 seinen Abschluss fand. „Meine Frau, die am Gymnasium Deutsch lehrt, hat mich dabei sehr unterstützt“, so Appari, für den es eine große Herausforderung war. Zwar habe er unter anderem schon Rilke und Raabe übersetzt, aber der Sachsenspiegel sei noch mal etwas ganz anderes gewesen. Denn mit dem „Spegel der Sassen“ verfasste Eike von Repgow ein Rechtsbuch, das dem Römischen Recht in Deutschland und Ostmitteleuropa gleichberechtigt gegenüberstand.

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Doch auch nach der Übergabe der italienischen Fassung an Vertreter der Verwaltung im Osternienburger Land brach der Kontakt nach Sizilien nicht ab. Eine Verwaltungsdelegation besuchte Terrasini. Im September soll der Partnerschaftsvertrag zwischen beiden Kommunen offiziell unterzeichnet werden. „Eine Kooperation könnte auch zwischen dem Köthener Naumannmuseum und der Ornithologischen Sammlung in Terrasini entstehen“, sagt Erich Reichert, der seine Fühler schon ausgestreckt hat und sich freuen würde, wenn die Kontakte nach Italien über Reppichau hinausgehen würden.

Auf Interesse gestoßen

Das mitunter ein kleiner Anstoß genügt, um gemeinsame Vorhaben auf den Weg zu bringen, zeigt auch das Beispiel des geplanten „Kaisersaals“, für den die Reppichauer erst am Freitag Fördermittel in Höhe von 64.000 Euro aus Magdeburg erhalten haben (die MZ berich). In dem neuen Ausstellungsraum soll auch Friedrich II. eine zentrale Rolle spielen. Der Staufer war ab 1198 König von Sizilien, ab 1212 römisch-deutscher König und von 1220 bis zu seinem Tod Kaiser des römisch-deutschen Reiches. Er lebte also zu Zeiten Eike von Repgows, womit sich der Kreis wieder schließt. Professor Appari hat inzwischen schon viele Museen und Castellos auf Sizilien angeschrieben, um für das gemeinsame Projekt zu werben. Unter anderem wurde das Castello Ursino im 13. Jahrhundert von Friedrich dem II. gegründet. „Es ist schon eine Menge an Informationsmaterial zusammengekommen“, freuen sich Appari und Reichert. (mz)

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Sonntag, 9. August 2015

Übersetzen ist nicht gleich Übersetzen II

Habt Ihr Euch schon einmal gefragt, warum es so viele Bedienungsanleitungen und Texte gibt, die keiner versteht? Das will ich Euch gerne erläutern:

Im Prinzip muss ein Übersetzer die Texte nicht nur übersetzen, sondern sie auch so formulieren, dass sie wiederum in der übersetzten Sprache einen sich gut und verständlich lesenden Text ergeben. Also müssen Übersetzer eigentlich auch Autoren sein. Das können die meisten Übersetzer aber nicht. Sie übersetzen wortwörtlich. Daher haben wir Bedienungsanleitungen, die kein Mensch versteht.

Und noch schlimmer, sie nehmen Übersetzungsaufträge an, denen sie nicht gewachsen sind. Als ich noch beim US Army Corps of Engineers war, hat mein Chef mal entschieden, dass Geschäftssprache doch schließlich Englisch sei, und dass daher die Auftragnehmer und Bauämter doch bitteschön selbst für Übersetzungen sorgen sollten. Damit wollte er mich entlasten. Aber das Gegenteil war der Fall. Nun passierte Folgendes: Übersetzungsbüros, die sich mit der technischen Terminologie nicht auskannten, lieferten Texte ab, die dann die Bauämter und Auftragnehmer nicht verstanden. Also klingelte das Telefon unaufhörlich, und ich musste telefonische die falschen Übersetzungen, die zu allerlei Missverständnissen vor Ort auf dem Bau geführt hatten, korrigieren. Natürlich war dann schnell wieder alles beim Alten, und unsere Korrespondenz, Modifizierungen etc. verließen wieder in deutscher Übersetzung das Büro.

Ich übersetze gerne und mit Leidenschaft. Mein Motto ist, dass ich verstehen muss, was ich übersetze. Daher nehme ich mir bei jeder neuen Übersetzung die Zeit, mich mit dem jeweiligen Thema auseinanderzusetzen. Das kostet zwar Zeit, macht mir aber Spaß und gewährleistet, dass ich die Texte entsprechend korrekt übersetzen kann. Im Zweifelsfall ist es auch immer besser, wenn man Rückfrage bei einem entsprechenden Ansprechpartner halten kann.


Richtig humorvoll übersetzen



Quelle: http://www.heise.de/newsticker/meldung/GDC-Europe-2015-Spiele-Lokalisierung-richtig-humorvoll-uebersetzen-2770754.html

GDC Europe 2015: Spiele-Lokalisierung - richtig humorvoll übersetzen








"Monkey Wrench" oder "Spanner"? Selbst innerhalb einer Sprache sind Anspielungen oder Wortspiele bei Lokalisierungen manchmal problematisch.


(Bild: Jorge Vicente )




Mark Estdale, Gründer des Lokalisierungs-Studios OMUK, plauderte in seiner GDC-Präsentation aus dem Nähkästchen und erklärte, warum gerade der Humor in Spielen bei der Übersetzung verlorengehen kann.


Es ist nicht immer einfach, wenn man Spiele lokalisieren will, mit der Übersetzung also eine Anpassung an die Gegebenheiten des Ziellandes verbunden ist. Mark Estdale beklagte besonders, dass bei Spiele-Übersetzungen der Humor verloren gehen kann. Problematisch seien speziell Wortspiele, meinte der Gründer des Lokalisierungs-Studios OMUK. Denn nur weil zwei Worte in der Ausgangssprache gleich oder ähnlich klingen, muss es in der Zielsprache nicht auch ein ähnliches Wortpaar geben.


Auch Lautmalereien ließen sich nur schwer übertragen. Treffen Wortspiele und Lautmalereien zusammen, sei es manchmal selbst mit dem besten Team unmöglich, einen Gag zu übersetzen. Als Beispiel zeigte er einen Dialog aus dem deutschen Spiel Deponia (siehe Bild).



Manche Witze lassen sich einfach nicht übersetzen. Dabei ist das Lokalisierungs-Team hier schon sehr weit gekommen.
Kontext und Beziehungen


Die Arbeit der Übersetzer werde auch dadurch erschwert, dass sie nur mit dem reinen Text arbeiten müssen. Dabei ergebe sich der Humor einer Situation auch durch Kontext, die Umgebung, die Beziehung zwischen den Figuren und ihren Bewegungen. Stehen dem Lokalisierungs-Team diese Informationen nicht zur Verfügung, weil sie das Spiel noch nicht gespielt haben oder sie nicht einmal Screenshots oder kleine Videos zu sehen bekommen, werden solche Witze schlicht übersehen.


Auch eine sklavische Orientierung am Originaltext sei nicht hilfreich – vielmehr müsse das Team dem Sinn folgen: Nicht welcher Text, sondern welche Geschichte wird gerade erzählt. Und notfalls müsse man den Text entsprechend um- oder gar neuschreiben, damit er das Eigentliche vermittelt, selbst wenn er dabei komplett von der Vorlage abweicht.
Missverständnisse


Doch selbst innerhalb einer Sprache ist nicht gesagt, dass ein Witz richtig ankommt, beispielsweise bei visuellen Gags. In Monkey Island 2 etwa muss der Spieler in einem Rätsel ein Ventil an einer Wasserpumpe aufdrehen. Die Lösung: Man greife sich das darauf sitzende Äffchen als Werkzeug.


Für Amerikaner ist das klar, denn dort heißt die benötigte Rohrzange, die man so simuliert, „monkey wrench". Briten dürften sich über diese Lösung ebenso gewundert haben, wie über die Animation, die ohne den Kontext als obszön interpretiert werden konnte. In Großbritannien heißt dasselbe Werkzeug nämlich „spanner". (bkr)

Freitag, 7. August 2015

Presseveröffentlichung auf www.ptext.org


Übersetzungen, Dolmetschen, Texten, Firmenschulungen Englisch, Ghostwriting und virtuelle Assistenz in Geestland bei Bremerhaven

06.08.2015 - 14:39 - Kategorie: Bürobedarf und Dienstleistungen - (ptext)




Die Übersetzerin Waltraut Lang (Zoom)


Die Übersetzerin Waltraut Lang bietet in Sievern, Stadt Geestland (bei Bremerhaven) nicht nur Übersetzungen während der normalen Öffnungszeiten an, sondern darüber hinaus betreibt sie auch einen Übersetzungsnotdienst, der fast 24/7 zu erreichen ist. Dieser neue Service dürfte besonders für die Feiertage, die Urlaubszeit und eigentlich immer außerhalb normaler Öffnungszeiten interessant sein. So können Ihre Mitarbeiter in das wohlverdiente Wochenende oder auch in den Urlaub gehen und die dringend gebrauchte Übersetzung wird trotzdem schnell und zuverlässig erledigt.


Dabei ist das Übersetzungsbüro per Email, Telefon, Fax, Skype etc. bei Ihnen "um die Ecke" und beinahe 24/7 erreichbar. Übersetzung Deutsch-Englisch, Englisch-Deutsch, Deutsch-Französisch, Französisch-Deutsch, Deutsch-Spanisch und Spanisch-Deutsch.


Das Technische Übersetzungsbüro Waltraut Lang wurde im Jahr 2004 ins Leben gerufen und ist spezialisiert auf technische Übersetzungen wie z.B. Spezifikationen, Handbücher, Verträge, Vorschriften usw. aus den Bereichen Rohrleitungsbau, Offshore-Installationen, Anlagenbau, Hochbau, Elektrotechnik, Haustechnik, Abfallwirtschaft, Schiffbau, um nur einige zu nennen. Allerdings werden auch Übersetzungen aus vielen anderen Bereichen, wie z.B. dem kaufmännischen Bereich (Verträge, Korrespondenz), dem Textilindustrie- und Modebereich, allgemeine Texte und vieles mehr übersetzt. Wenn Sie hierzu Fragen haben sollten, dann kontaktieren sie die Übersetzerin Waltraut Lang bitte über die angegebenen Kontaktdaten.


Waltraut Lang ist Übersetzerin aus Leidenschaft, die die Sprachen Deutsch (Muttersprache), Englisch, Französisch und Spanisch abdeckt.

Dabei ist ihr Motto "Fachgerechte Erledigung aller Aufträge, Erstellung von verständlichen Texten, schnell und innerhalb der vorgegebenen Zeiten. Und, was besonders wichtig ist, absolute Diskretion und Verschwiegenheit sind für sie selbstverständlich. Die erstellten Texte lesen sich dabei stets so, als ob sie in der jeweiligen Sprache verfasst worden wären.


Darüber hinaus kann man die Übersetzerin Waltraut Lang auch als Virtuelle Assistentin, z.B. als Urlaubsvertretung beauftragen und bei Bedarf textet sie auch Ihre Werbung, Blogartikel, Korrespondenz und was sonst noch so gebraucht wird.


Und um Ihre Angestellten für das tägliche Geschäft mit ausländischen Partnern fit zu machen, bietet Waltraut Lang auch Firmenschulungen im Geschäftsenglisch an. Als Dozentin in der Erwachsenenbildung bringt sie dafür Erfahrungen für die Vorbereitung auf die Prüfungen für verschiedene Cambridge-Zertifikate mit. Natürlich sind bei Bedarf und auf Nachfrage auch Schulungen in Französisch und Spanisch möglich.


Um die Palette der Dienstleistungen abzurunden, kann Waltraut Lang seit Neuestem auch als Ghostwriter verpflichtet werden. Sollten sie vorhaben, Anweisungen, Schulungsunterlagen, oder ein Buch zu veröffentlichen, kann Ihnen Waltraut Lang dabei ihre Unterstützung bei der Formulierung oder auch dem Texten nach ihren Notizen geben.